Federnah #2: Du lieber Schwan

Höre du, Knabe am Ufer da,
komm meinen Kindern nicht zu nah!
Du, laß das böse Werfen nun!
Ich mag sonst niemandem übel tun;
doch nun lauf schnell, sonst sollst du sagen,
wie derb ich kann mit den Flügeln schlagen.

Der Knabe sprang geschwinde davon,
er fürchtete sich vor dem bösen Lohn.
Der Schwan lief ihm nach ein kleines Stück,
kam schnell dann zu seinen Kindern zurück.
Er mochte sich lieber an ihnen freun
als jagen so hinter jenem drein.

(aus: „Der Schwan“ von Wilhelm Hey, 1789-1854)

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